Spitzenstämme aus Sachsen erzielen hohe Preise

25.01.2024 Pressemitteilung - Staatsbetrieb Sachsenforst

Jagdschulatlas Magazin - Spitzenstämme aus Sachsen erzielen hohe Preise
Foto: Marco Horn, Sachsenforst

In der Dresdner Heide wurden heute (25.Januar) 525 erstklassige Wertholzstämme für in Summe 448.194 Euro verkauft. Eichenarten bildeten mit drei Viertel der Holzmenge das Hauptangebot. Das Holz stammt zu 84 Prozent aus privaten, kirchlichen und kommunalen Forstbetrieben vom Vogtland bis in die Oberlausitz. 19 Bieter aus Deutschland, Österreich, Frankreich und der Tschechischen Republik beteiligten sich durch schriftlich eingereichte Angebote am Wertholzverkauf.

Die Stämme werden zukünftig für die Herstellung hochwertiger Furniere, Musikinstrumente, Möbel oder auch zur Fass- und Fußbodenherstellung verwendet. Die Verarbeitung zu langlebigen Produkten bindet klimaschädliches Kohlenstoffdioxid über viele Jahrzehnte und ist damit gelebter Klimaschutz. Für das in Sachsen über viele Generationen gewachsene Holz ermöglicht die Submission auch die höchste Wertschöpfung, die den durch Waldschäden gebeutelten Waldbesitzenden in Sachsen zugutekommt.

Staatsminister Wolfram Günther: »Die jährliche Submission des Sachsenforstes ist ein interessanter Marktplatz für qualitativ sehr hochwertiges Holz aus sächsischen Wäldern. Damit bieten wir auch den privaten und körperschaftlichen Waldbesitzern eine Verkaufsplattform. Die Erlöse aus dem Verkauf der wertvollen Stämme sind hilfreich. Schließlich sollen Waldschäden beseitigt und betroffene Flächen wieder bewaldet werden. Und nicht zuletzt entstehen aus den Hölzern langlebige Holzprodukte wie edle Furniere, hochwertige Möbel oder Musikinstrumente. Das ist ökologisch sinnvoll und klimafreundlich. Denn Holzprodukte speichern Kohlenstoff. Da hierfür sehr ausgewählte Stämme verwendet werden, bleiben zugleich noch genug alte Bäume und potenzielles Totholz im Wald.«

Das Interesse der Holzbranche an wertvollen Stämmen ist anhaltend hoch. Im Durchschnitt erzielte die diesjährige Submission einen Erlös von 574 Euro pro Kubikmeter Holz. »Für die sächsischen Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer ist dies gerade in einer seit Jahren andauernden schwierigen Situation ein sehr hilfreiches Ergebnis«, sagt Thomas Rother, Leiter der Abteilung Forstbetrieb bei Sachsenforst. Alle Waldbesitzenden in Sachsen haben mit historisch hohen Schäden, insbesondere durch massenhaften Borkenkäferbefall und Trockenheit zu kämpfen. Die Einnahmen aus dem Wertholzverkauf helfen den Betrieben, die durch die Schäden ganze Waldbestände verloren haben. Sie können damit in die künftigen Waldgenerationen investieren. Denn für viele Waldbesitzende schließt sich nach der Schadensbewältigung nun die Mammutaufgabe der Wiederbewaldung an. Es wird gepflanzt, gesät und auf Naturverjüngung gesetzt. Dafür sind zum Teil erhebliche finanzielle Aufwendungen nötig.

Thomas Rother: »Mit der Säge- und Wertholzsubmission unterstützt Sachsenforst den privaten und körperschaftlichen Waldbesitz, Holz in höchster Qualität einer spezialisierten Kundschaft anzubieten und auch zu Spitzenpreisen veräußern zu können«. Auch wertvolle Stämme aus dem sächsischen Staatswald wurden auf der Submission angeboten. Den höchsten Holzerlös je Kubikmeter erzielte dieses Jahr eine Stieleiche eines privaten Waldbesitzers aus dem Forstbezirk Dresden. Für insgesamt 14.500 Euro (3.274 Euro je Kubikmeter) erwarb ein Sägeholz- und Furnierhersteller aus dem Spessart den 84 Zentimeter starken und acht Meter langen Stamm. »Wie bereits in den Vorjahren liegt qualitativ hochwertiges und dimensionsstarkes Eichenholz weiterhin stark im Trend«, so Rother.

Ergebnisübersicht

Auf der diesjährigen Submission wurden Einzelstämme von 20 unterschiedlichen Baumarten angeboten. Vor allem Stiel- und Traubeneichen (534 Kubikmeter) sowie Roteichen (53 Kubikmeter) trugen zur insgesamt angebotenen Menge von 813 Kubikmetern Wertholz maßgeblich bei. Mit 69 Kubikmetern dominiert die Lärche das Nadelwertholz. Die überwiegende Menge des Wertholzes auf der Submission (444 Kubikmeter) wurde aus dem sächsischen Privatwald geliefert. Daneben stammen 153 Kubikmeter aus Körperschafts-, 85 Kubikmeter aus Kirchenwäldern und 131 Kubikmeter aus dem durch Sachsenforst bewirtschafteten Staatswald des Freistaates Sachsen.

Im Vergleich zum Vorjahr (631 Euro je Kubikmeter) sank der durchschnittliche Erlös je Kubikmeter um circa 9 Prozent auf 574 Euro je Kubikmeter. Das Ergebnis liegt jedoch weiterhin auf einem hohen Niveau und 19 Prozent über dem Durchschnittserlös aus 2022 (484 Euro je Kubikmeter). Für das angebotene Stiel- und Traubeneichenholz haben die Käufer im Durchschnitt 725 Euro je Kubikmeter gezahlt. Die angebotenen Stämme des Bergahorns konnten für 306 Euro je Kubikmeter verkauft werden. Außerdem erzielten Roteiche mit 325 Euro je Kubikmeter ebenfalls einen guten Durchschnittspreis. Im Nadelholzbereich erreichte die Lärche die höchsten Preise von durchschnittlich 256 Euro je Kubikmeter. Für Fichtenholz höchster Qualität (31 Kubikmeter) wurden 249 Euro je Kubikmeter gezahlt. 26 Stämme fanden keinen Käufer. Diese werden im Nachgang durch den jeweiligen Waldbesitzenden separat verkauft. Für Stämme aus dem Nichtstaatswald leistet der Forstbezirk Dresden Unterstützung bei der Vermittlung potentieller Käufer.

Hintergrund

»Sachsenforst bietet mit der Submission einen Marktplatz, auf dem wertvolle Stämme von vielen Waldbesitzenden potenziellen Holzkäufern mit ganz unterschiedlichen individuellen Vorstellungen zur Holzverwendung präsentiert werden«, unterstreicht Thomas Rother. Die meisten der insgesamt rund 85.000 Waldbesitzenden in Sachsen nennen aus forstwirtschaftlicher Sicht nur recht kleine Flächen ihr Eigen. Somit fehlt ihnen in der Regel der Marktzugang – also die Möglichkeit, besondere Stämme möglichst vielen Kaufinteressenten zu präsentieren.

Potenzielle Kunden aus ganz Deutschland und den angrenzenden Ländern hatten seit Dezember vergangenen Jahres die Möglichkeit, die angebotenen Stämme in der Dresdner Heide zu begutachten und schriftliche, in einem verschlossenen Umschlag einzureichende Angebote abzugeben. Noch bis zum Morgen des 24. Januars 2024 konnten sich Bieterinnen und Bieter an der Submission, einer Art der Versteigerung, beteiligen. Den Zuschlag für einen Stamm erhält das höchste Gebot nach Auswertung aller Angebote.

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